Das Projekt

Aktueller Übersichtsplan als PDF

Bestandssituation – Veranlassung: Spielgeräte, die speziell auf die Bedürfnisse unserer Kinder ausgerichtet sind, sind derzeit nicht vorhanden. Der vorhandene Sandkasten liegt in einer Hauptlaufrichtung, so dass ruhiges kreatives Sandspiel nicht möglich ist. Die einzige Klettermöglichkeit besteht in einer 1,5m hohen Kletterwand, die im Bodenkontaktbereich jedoch deutlich angefault ist. Ca. 1/4 der Außenanlagenfläche wird unnötigerweise von einer ungünstig konzipierten und mittlerweile durch Wurzelanhebungen und Belagsschäden auch schlecht nutzbaren Rampenanlage beansprucht. Die Gesamtanlage besitzt durch den insgesamt schlechten Pflegezustand und die überwiegend „harten“ Baumaterialien (Metall, Beton, Stein) keine angenehme, anregende Aufenthaltsqualität. Seitens des Schulträgers kann auf absehbare Zeit keine wesentliche Situationsänderung in Aussicht gestellt werden. Eine Vergrößerung des Spielgeländes ist nicht möglich. Durch eine geänderte Wegeanlage können jedoch wesentliche Spielraumerweiterungen realisiert werden.

Ziel: Zur optimalen Unterstützung unserer Schüler und unserer ganzheitlichen Förderziele, als umfassende und praktische Integrationsmaßnahme und im Sinne der allgemeinen Öffentlichkeitsarbeit, soll die desolate und sehr kleine Außenanlage im Rahmen einer überwiegend ehrenamtlichen Gemeinschaftsaktion überarbeitet werden. Durch die Bauaktion werden den körperlich- und geistig beeinträchtigten Kindern entsprechend geeignete Spielgeräte zur Verfügung gestellt (Geräte mit Rollstuhleignung, Geräte zur Sinneswahrnehmung, Gerät zur Erfahrung der körperlichen Grenzen). Desweiteren soll durch gestalterische Maßnahmen (neue Bepflanzungen, Verkleidung der Metallzäune mit Bambusmatten, Anordnung von lebensfroh wirkenden Holzskulpturen und Astrid-Lindgren – Motiv Tafeln) eine angenehme und positiv anregende Aufenthaltsatmosphäre im Außenbereich geschaffen werden. Der Eingangsbereich soll einladend und freundlich umgestaltet werden, eine hohe Aufenthaltsqualität bieten und auf den ersten Blick unseren Kindern (insbesondere den neuen Kindern) die Wärme signalisieren, die wir den Kindern bereits im Gebäude und durch unsere Schulphilosophie bieten.

Realisierung – Unsere Philosophie:
Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.
Antoine de Saint-Exupéry

Das Projekt kann theoretisch in 3 Bauabschnitte gegliedert realisiert werden. Die Bauarbeiten sollen im Wesentlichen über ehrenamtliches Engagement direkt und indirekt Beteiligter realisiert werden.
Die Schulkinder sollen auf das Gestaltungsergebnis direkt Einfluss ausüben in allen Realisierungsphasen. Die zukünftige Pflege und Unterhaltung der Gesamtanlage soll von den Schülern der Werkstufe soweit wie möglich übernommen werden.
Als erster Partner des großen Umgestaltungsprojektes konnten als Schirmherr der Landrat Manfred Michel, die privatärztliche Verrechnungsstelle Limburg, und die Kreissparkasse Limburg gewonnen werden. Mittelerweile unterstützen über 15 Firmen, Institutionen und umliegende Kommunen das Bauprojekt.
Durch die ehrenamtliche Einbindung der vorgenannten Partner sollen die theoretischen Umbaukosten von ca. 250.000€ deutlich reduziert werden, indem die Lohnkosten nahezu vollständig eingespart werden und Materialkosten überwiegend gespendet werden. Die Arbeiten werden durch ein beauftragtes erfahrenes Planungsbüro organisiert und koordiniert, so dass eine entsprechend hohe fachliche Ausführungsqualität gewährleistet werden kann.

Wichtig ist uns, dass die Projektpartner nicht einfach nur handwerklich oder durch Bereitstellung von Geld- oder Sachspenden mithelfen, sondern dabei auch in Kontakt mit den Schülern treten. Wir werden damit bestehende Berührungsängste abbauen, bieten eine Plattform für bürgerschaftliches Engagement und vermitteln die Verantwortungsübernahme auf ehrenamtlicher Basis für eine gemeinsame Zukunft aller. Deutlich wird auch werden, dass jeder Mensch (vom Schüler der ALS bis zum Firmenchef) einen bedeutsamen Platz in diesem Projekt finden wird und somit zum Gelingen des Gesamtbauwerks helfen kann.

Wir sind uns sicher, dass wir auf Grund dieses Bauprojektes auch längerfristige Partnerbindungen erreichen können, so dass eine Vernetzung zu den unterschiedlichsten Firmen, Bürgergruppen, benachbarten Schulen entstehen wird.

Projekt Innovation: Ein Bauprojekt, dass derart viele unterschiedliche Partner auf der Basis freiwilligen Engagements miteinander verbindet, ist im Kreis Limburg – Weilburg bislang nicht realisiert worden. Dieses Beispiel ist natürlich auf andere Projektideen übertragbar – wir hoffen auf Nachahmer für weitere soziale Projekte!